Stefan Hammel
Autor - Systemischer Berater - Coach

Kieferberg 25 - D-67659 Kaiserslautern
0049 (0)631-3702093 - stefan.hammel(at)hsb-westpfalz.de

Abstracts (alphabetisch)

Biografische und berufliche Angaben zu den Referenten finden Sie auf der Seite "Profile".

 

Aceval, Charles Naceur (DZ)

Vortrag (freies Erzählen): Völker, die Geschichten und Brot teilen, führen keine Kriege (90 min)

Charles Aceval sagt zu seinen Geschichten: Märchen sind in meiner Kultur etwas besonderes. Genau so wie das traditionelle Couscous bei uns im Maghreb einen besonderen, 'heiligen' Charakter hat, und als Opfergabe zu besonderen Anlässen gegeben wird, so gilt auch für das Erzählen von Märchen: sie sind ein Geschenk, eine Opfergabe! 
Traditionellerweise sind bei uns die Frauen die Märchenerzähler. Sie erzählen Märchen nicht am Tage. Bei Tageslicht zu erzählen gilt als Frevel, und man glaubt bei uns, dass es einen Fluch mit sich bringe: Erzählt eine Frau ein Märchen vor Einbruch der Dunkelheit, bekommt sie eine seltene Schorfkrankheit und verliert ihre Haare. Nur einige wenige eingeweihte Frauen kennen das Ritual, mit welchem sie diesen Fluch umgehen und auch bei Tageslicht eine Geschichte erzählen können.
Aber nicht nur die Tageszeit ist beim Erzählen von Märchen zu beachten, es ist auch wichtig den Erzähler darum zu bitten, sein Geschenk, seine Opfergabe darzubringen. Oft haben wir unsere Mutter geradezu gedrängt, uns endlich ein Märchen zu erzählen.... - der Märchenerzähler will sicher sein, dass seine Zuhörer mit Leib und Seele seiner Geschichte lauschen, "ganz Ohr" sind, wie es auf Deutsch so schön heisst!

Vortrag: Märchen als Heilmittel - Begegnungen in einer psychosomatischen Klinik. (45 min)

Charles Aceval berichtet von seiner Arbeit mit Geschichten, in einer Klinik in Oberstdorf, von den Begegnungen mit Patienten und Personal und von den Wirkungen seiner Erzählungen.

 

Audeguy, Karine (F)

Workshop: Wie wir die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, neu rahmen können... (90 min)

Jeden Tag explodieren wir vor Kreativität, uns selbst Geschichten zu erzählen!

Die Nachbarn, die nicht mit uns sprechen möchten. Unsere Kinder, die kein Interesse an uns haben. Der Chef, der uns zu viel Arbeit auflädt. Kommt euch das bekannt vor? Und was, wenn unsere Deutung gar nichts mit den Absichten der Nachbarn, der Kinder und des Chefs zu tun hätte?

In diesem Workshop machen wir uns auf die Suche nach anderen Wirklichkeiten, vor allem nach solchen, die uns guttun. Dafür schlage ich euch Übungen zur Körpererfahrung vor, inspiriert von Gewaltfreier Kommunikation®, Coaching und Achtsamkeitstraining.

 

Bartl, Reinhold (A)

Workshop: "Ich brauch Tapetenwechsel", sprach die Birke..... Erzählungen über gelungenen Wandel und stilvollem Erhalt (180 min)

Wandel, oder moderner: Change, ist in aller Munde und wird als „die“ Antwort auf Herausforderungen der Gegenwart be“hauptet“. Gelungene Veränderungsprozesse auf persönlicher und auch interaktioneller Ebene setzen aber einige Bedingungen voraus, die unter (stilvollem) Erhalt von bisher Bewährtem das Neue gut und bereichernd in das Bestehende integrieren lassen.
Einige Elemente stilvoll-gelungener Wandelprozesse (jenseits von reinem Tapetenwechsel) werden in dem Workshop besungen..... sorry, erzählt.....


Bevilacqua, Luisa (L)

Filmausschnitt & Vortrag: Lebenserfahrungen als Geschichten: Zwischen Erzählen, Tanz, Musik und Film (90 min, zusammen mit Cathérine Richard)

Anhand eines Filmausschnitts stellen Luisa und Cathérine das Projekt "MOI E(S)T L'AUTRE" oder "Ich bin der andere - ich und der andere"  vor. Sie zeigen dann, wie in einem kreativen Prozess aus einer Lebensbeschreibung ein Märchen herausgearbeitet wurde. Das heißt, Erlebnisse eines wirklichen Lebens werden in eine symbolische Sprache umgeschrieben. Als Beispiel dafür dient das Märchen Khalil und der Fischer.

Cathérine Richard arbeitet als Dokumentarregisseurin, Luisa Bevilacqua als Geschichtenerzählerin und Schauspielerin. Miteinander und mit euch sprechen sie über Märchen und Lebensgeschichten. Wo ist ihr Ort zwischen Kunst, Therapie und dem alltäglichen Miteinander? Was sind ihre Gemeinsamkeiten, ihre Unterschiede, ihre Potentiale?

 

Bremer, Marie-Jeanne (L)

Vortrag: Begegnung mit Geschichten – Geschichten für Begegnungen (90 min).

Begegnung mit Gefühlen und Erfahrungen, mit Vertrautem oder Fremdem, mit dem was man an sich nicht so mag und Begegnung mit sich selbst...

Wenn die Anpassung an neue Lebensumstände oder an fremde Kulturen Verunsicherung mit sich bringt, dann bieten Geschichten Anhaltspunkte und Identifikationsmöglichkeiten. Universale Themen der Geschichten und Weisheiten aus verschiedenen Kulturkreisen sprechen von Lebenserfahrungen, von Schicksalsschlägen sowie von Lösungsvorschlägen ohne dass die Zuhörer von ihrem eigenen Schicksal reden müssen. Die Referentin  erzählt von Erfahrungen mit Frauen im Asylverfahren und erzählt einige Geschichten welche in den "Märchenstunden" grosse Resonanz erzeugten. Ein Austausch mit Erfahrungen und Geschichten von andern Teilnehmern ist ausdrücklich erwünscht.

 

Eberle, Thomas (D)

Workshop: Die Magie der Klangschalen und das therapeutische Erzählen (90 min)

Die Magie der Klangschalen öffnet einen weiten, schöpferischen Raum. Im Hören und im Spüren haben die Klangschalen ein ganz besonderes, archetypisches Wirkungsspektrum: Sie zentrieren und sie harmonisieren. Die langanhaltenden Schwingungen der Klangschalen können  uns sehr sanft in unsere Mitte begleiten, in das schöpferische Zentrum unserer Lebenskraft. Mit ihren einzigartigem, obertonreichen Klangspektrum schenken sie tiefe Harmonie - und Heilungsimpulse für Körtper, Geist und Seele. Für das therapeutische Erzählen eignen sie sich zum Einen sehr gut als klangvoller Hintergrund und zum Anderen können sie auch im miteinander Lauschen den schöpferischen Raum berühren, um sehr lebendige Bilder und neue Geschichten zu empfangen. Bei einer Klangreise mit den Klangschalen können sowohl beim Einzelnen, als auch in einem gemeinsamen kreativen Prozeß neue heilsame Geschichten geboren werden. In diesem Workshop bist du eingeladen, die verschiedenen  Spieltechniken für den Einsatz der Klangschalen  kennen zu lernen. Thomas wird eine therapeutische Klanggeschichte mitbringen und mit der Begleitung  der Klangchalen erzählen und wir werden unseren eigenen  schöpferischen Raum entdecken und entfalten und uns gegenseitig einfach und spielerisch immer wieder neue  Klanggeschichten erzählen. Bitte bringe eine gemütliche Decke mit für die Klangtrancereisen und wenn möglich auch eine Yogamatte. Gerne kannst du auch deine therapeutische Lieblingsgeschichte mitbringen. Willkommen im magischen Reich der Klangschalen!  Willkommen in deinem schöpferischen Reich!'

Einstimmung in den Tag: Morgenmeditation am Samstag (15 min)

Einstimmung in den Tag: Morgenmeditation am Sonntag (15 min)

 

Furman, Ben (FIN)

Workshop: Wenn die Handlung eine überraschende Wendung nimmt - wie möchtest du, dass deine Geschichte weitergeht? (180 min)

Workshop in Englisch mit Übersetzung

In diesem Workshop treffen sich lösungsfokussierte Therapie und Narrative Therapie. Wir tauchen ein in die Welt von Fantasie und spielen und finden heraus, wie sie genutzt werden können, um bessere Zukünfte zu erschaffen und der Vergangenheit neue Bedeutungen zu geben. Ihr lernt, wie ihr Kinder, Familien, Paare und Einzelne einladen könnt, teilzunehmen an der Magie menschlicher Vorstellungskraft. Die Wirklichkeit des menschlichen Lebens ist eine Geschichte, und diese Geschichte kann auf viele Arten erzählt werden. Einige sind hilfreicher als andere.

 

Fürst, Annette (D)

Workshop: Stark mit Tulani: Ein multisensorischer, crossmedialer Ansatz für Kinder (180 min)

Tulani ist ein vollkommen neuartiges Projekt für Kinder, um diese sowohl präventiv als auch kurativ stark für das Leben zu machen. Der kleine braune Affe Tulani dient als Identifikationsfigur für Kinder. Seine Erlebnisse bilden den roten Faden durch verschiedene Themenfelder wie Soziale Kompetenz, Selbstbewusstsein, Krankheit, Trennung, etc. "Stark mit Tulani" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Universität Koblenz-Landau mit einer Studie begleitet.

Im Förderprojekt werden vereint:

  • Tulani als Stofftier und Handpuppe zur Identifikation
  • Geschichten mit direkten Handlungsanweisungen für die Bezugspersonen zu Interventionen wie PEP, Imaginationen, etc.
  • Audioaufnahmen mit Geschichten und Übungen
  • Interaktive App / Film
  • Brettspiel zu den Geschichten

Im Workshop lernen die Teilnehmer Interventionen sowohl auf mehreren Sinnesebenen als auch die Verwendung von unterschiedlichen Medien kennen und einsetzen. Neben der Erklärung wozu genau dieser Ansatz nützlich ist, liegt der Fokus auf praktischem Arbeiten:

  • "Stark mit Tulani" - Was, wie und wozu?
  • Lehrdialog zum Aufbau von Geschichten mit Übungen in Kleingruppen
  • Interventionssammlung für alle Sinne
  • Audio to go - viel einfacher als gedacht

 

Guilloux, Christine (F)

Vortrag: Eine hypnotische Reise durch die Kultur der Navaho und Hopi: Heilungsrituale und die Beziehung zur Welt (90 min)

Französisch mit Übersetzung

In der traditionellen Medizin der Navaho und Hopi baut der Heiler zunächst eine Beziehung mit dem Heilungsuchenden auf. Die Äufwärm-Handlungen beruhen auf Ritualen und auf dem Einsatz "magischer" Objekte und Metaphern.

Die Wirkung dieser Rituale greift zurück auf eine Glaubenshaltung, die erwartet, dass wir Dinge empfangen können, von denen wir meinen, dass wir sie nicht haben, wie Heilung von einer mentalen oder physischen Erkrankung. Diese Rituale induzieren Trancezustände.

Im Universum der Navaho und Hopi Indianer beruht das traditionelle Verständnis von Krankheit und Heilung auf der Stimulation von Tranceerfahrungen und auf Mythen, die von der Erschaffung der Welt erzählen. "Der Mensch ist nicht in der Natur, der Mensch ist Teil der Natur, ist selbst Natur."

Heilende Lieder, zeremonielle Kleidung und die Inszenierung von Zeremonien unterschiedlicher Länge tragen zur Induktion von Trance und zur Aktivierung von Ressourcen bei, die dem Bewusstsein nicht zugänglich sind, um so die gestörte Balance wiederherzustellen und wieder Harmonie zu ermöglichen. Sandgemälde, Katchina-Tänze.

Der Blick in den Spiegel der Navaho- und Hopi-Praktiken kann uns zu neuen Sichtweisen führen um auf neue Art unsere eigenen Praktiken und Rituale der Heilung zu betrachten und zu nähren.

 

Workshop: Hautnahe Begegnung mit Narrativer Medizin: Anwendungen für das eigene Leben, für Bildung und Ausbildung, Teamentwicklung und die Arbeit mit Gruppen... (90 min)

Französisch mit Übersetzung

Geschichten, sie sind in uns, in unserem Leben, in seinem Verlauf und seinen Bewährungsproben. Wir erschaffen sie als Lebensgeschichten, als Autobiographien, Fiktionen, Imaginationen. Das Leben ist eine Geschichte, deren Autoren wir sind.

Medizinstudenen nutzen Verlaufsprotokolle, indem sie auf viele Technologien zurückgreifen und dabei eine zunehmend evidenzbasierte Medizin anwenden, eine wissenschaftliche Medizin. Die Narrative Medizin, initiiert durch Rita Charon, lädt sie ein, Zeugen der Erfahrung des Patienten zu werden, literarische Texte zu lesen, die von der Krankheit erzählen wie auch die Begegnung mit dem Tod, und dabei eine narrative Kompetenz zu entwickeln. Es gibt unzählige Geschichten vom Kranksein und vom kranken Menschen zu sammeln, anzunehmen und aufzunehmen.

Geschichten, Berichte - zu was auf dieser Welt können sie gut sein? Zu welcher Interaktion könnten literarische Metaphern dienen?

In diesem Workshop gestalten wir eine Übung, indem wir wie beim Vorgehen der Narrativen Medizin von Rita Charon eine Geschichte schreiben.

Wir stellen fest, wie dieses Vorgehen die Fertigkeiten der Analyse, Kreativität und Empathie in der Beziehung zwischen Behandelndem und Patienten im Bereich der Gesundheit verbessert und wie dies in Gruppen zur Selbstentwicklung, in der Bildung und in der Entwicklung von Teams umgesetzt werden kann...

 

Hammel, Stefan (D)

Vortrag: Grüße und andere Kurzinterventionen in der Therapie von Trauma und Depression (45 min)

Wie können Grüße und andere Kurzinterventionen dazu beitragen, Therapien bei Trauma und Depression möglichst sicher, schnell, angenehm und nachhaltig zu gestalten? Wie kann mit solchen Vorgehensweisen die Effektivität solcher Therapien erhöht werden? Der Vortrag geht diesen Fragen mit anschaulichen Beispielen nach.

Demonstration: Therapeutisches Erzählen und Therapeutisches Modellieren in der Paartherapie (90 min)

In dem Workshop werden Grundsätze des Therapeutischen Modellierens mit Paaren erläutert und im Rahmen einer Demonstration veranschaulicht. Elemente des Therapeutischen Modellierens werden in die Arbeit integriert. Das Vorgehen wird in einer anschließenden Gesprächsrunde erläutert.

 

Hürzeler, Adrian (CH)

Workshop: Welche Wirkung will ich beim Erzählen einer Geschichte? (90 min)

Bei  diesem Workshop geht es darum, unser Bewusstseins für die Wirkung unserer Erzählung sensibilisieren. Ich kann nicht keine Wirkung haben - aber welche genau habe ich?

Workshop: Stegreif-Geschichten: Spielerisch Mut finden fürs Erzählen von Geschichten (90 min)

Alea iacta est! Wer kennt dies nicht: Für eine bestimmte Situation, aus dem Bücherregal vorher eine mir passende Geschichte heraussuchen und dann vorlesen oder erzählen geht gut. Jedoch während einer Therapie-, Coaching- oder Seminarstunde situa-tiv und ohne Vorbereitung, mit dem was mir mein Gegenüber liefert, spontan eine Geschichte zu erfinden – dazu scheint die Hürde für mich zu gross zu sein. In diesem Workshop geben wir unserem Mut die Chance, auf eine lockere und spielerische Art das Erzählen von spontanen Geschichten auszuprobieren.

Workshop: Ist eine Geschichte eine Geschichte? (90 min, zusammen mit Katharina Lamprecht)

Ab wann sprechen wir von "Geschichten"? Und ist nicht jedes Handeln, jedes Erzählen, ja sogar ein Nichts-Tun bereits so etwas wie eine Geschichte? Sprechen wir doch auch vom "beredten Schweigen"! Aber unabhängig von solch eher philosophischen Betrachtungen haben unsere Worte ganz eindeutige Auswirkungen, egal, ob wir mit einem Freund telefonieren, einen Arbeitsauftrag vom Chef bekommen oder ein Gespräch mit unserem Arzt führen. Immer erzeugen Worte Bilder im Kopf. Und was sind Bilder anderes als gemalte Geschichten?
Wir werden in unserem WS gemeinsam auf eine Entdeckungsreise nach diesen Wirkungen und Auswirkungen gehen. Woher kommen sie? Was bewirken sie? Können wir die Wirkung beeinflussen? Wenn ja – wie, wann und vor allem wofür?

 

Lamprecht, Katharina (D)

Lesung: Wie der Bär zum Tanzen kam (45 min)

Ihr hört therapeutische Geschichten aus dem Buch "Wie der Bär zum Tanzen kam. 120 Geschichten für einen gesunden Körper." Das Buch erscheint im Ernst Reinhardt Verlag im Frühjahr 2018 und wurde von Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und Stefan Hammel verfasst.

Workshop: Ist eine Geschichte eine Geschichte? (90 min, zusammen mit Adrian Hürzeler)

Ab wann sprechen wir von "Geschichten"? Und ist nicht jedes Handeln, jedes Erzählen, ja sogar ein Nichts-Tun bereits so etwas wie eine Geschichte? Sprechen wir doch auch vom "beredten Schweigen"! Aber unabhängig von solch eher philosophischen Betrachtungen haben unsere Worte ganz eindeutige Auswirkungen, egal, ob wir mit einem Freund telefonieren, einen Arbeitsauftrag vom Chef bekommen oder ein Gespräch mit unserem Arzt führen. Immer erzeugen Worte Bilder im Kopf. Und was sind Bilder anderes als gemalte Geschichten?
Wir werden in unserem WS gemeinsam auf eine Entdeckungsreise nach diesen Wirkungen und Auswirkungen gehen. Woher kommen sie? Was bewirken sie? Können wir die Wirkung beeinflussen? Wenn ja – wie, wann und vor allem wofür?

 

Lindheim, Maren (N)

Workshop: Vom Wal verschluckt und wieder raus (90 min)

Englisch mit Übersetzung

Maren Lindheim präsentiert eine Methode wie durch das Erzählen von Geschichten, mit positiven Bildern und Hypnose Kinderängsten, Alpträumen, nächtliche Panik und Trauma behandelt werden können. Um das zu verdeutlichen, erzählt sie eine Geschichte über einen Jungen, der an Alpträumen und nächtlichen Panikattacken litt, und wie sie gemeinsam eine Methode entdeckt haben ("den Alptraumvernichter"), um mit den all zu gut erinnerten Schrecken und den gar nicht erinnerten Schrecken gut umzugehen.

 

Lundmark, Inger (S)

Workshop: Spielerische Hypnose in Familien- und Paartherapie (180 min)

Englisch mit Übersetzung

Der Workshop zeigt, wie wir mit Familien und Paaren spielerisch Geschichten gestalten können, um die Ressourcen des Systems zugänglich zu machen, Neugier zu verstärken, die Kommunikation zu verbessern und die Bindung zwischen den Familienmitgliedern zu stärken. Das Vorgehen beruht auf einer Studie zur Frage: "In welchem Umfang, wann, aus welchen Gründen und auf welche Art wird Hypnose in Schweden angewandt?" Einleitend gehe ich kurz auf diese Stude von 2014, die beim Welthypnosekongress in Paris vorgestellt wurde, ein. Dann gestalten wir einen interaktiven Prozess, um verschiedene Vorgehensweisen des Erzählens mit Paaren und Familien auf der Basis von Hypnose auszuprobieren.

 

Natter Cardoso, Christin (D)

Vortrag: Die Bhagavad Gita als Ressource in der Narrativen Therapie - Praktische und lebensnahe Weisheit zur Persönlichkeitsentwicklung von Therapeut und Klient (45 min)

Die Bhagavad Gita präsentiert sich als Dialog zwischen Arjuna, der den Schüler repräsentiert und Sri Krishna, dem göttlichen Lehrer, der Arjuna  mitten auf dem Schlachtfeld das Wissen vom Selbst lehrt.

Die Gita beginnt mit Arjunas Niedergeschlagenheit. Arjuna befindet sich im Zustand der Depression,  ist verwirrt, verängstigt, traumatisiert, weiß weder ein noch aus. Das ist der Zustand, in dem uns die Mehrzahl unserer Klienten zum ersten Mal begegnen. Neben all der Tragik ist es dennoch genau dieser Zusammenbruch, diese darin enthaltene Vulnerabilität, die das Sich-Öffnen ermöglicht, das letztlich die Erneuerung bringt. Aus diesem Zustand heraus wird der Mensch bereit, Altes loszulassen und dysfunktionale Vorstellungen und Konzepte zu verabschieden. In genau diesem Moment der absoluten Niedergeschlagenheit offenbart sich im Epos der Gita der göttliche Lehrer, Sri Krishna in Form des Gurus und zeigt Arjuna den Weg aus der Niedergeschlagenheit, den Weg zur Erfüllung seiner Aufgabe im Leben und zu wahrer Selbstkenntnis und Spiritualität.

Mahatma Gandhi sagt dazu: „Wenn mir manchmal die Enttäuschung ins Antlitz starrt, wenn ich verlassen, keinen Lichtstrahl erblicke, greife ich zur Bhagavad Gita. Dann finde ich hier und dort eine Strophe und beginne zu lächeln, inmitten aller Tragödien, und mein Leben ist voll von Tragödien gewesen. Wenn sie alle keine sichtbaren Wunden auf mir hinterlassen haben, verdanke ich dies den Lehren der Gita.“

Es braucht Mut, den Weg nach innen, den Weg zur Selbsterkenntnis zu gehen. Auf dem Weg begegnen uns all unsere negativen Qualitäten, die in der Bhagavad Gita durch die gegnerische Seite repräsentiert sind. Genau diesen gilt es, ins Auge zu schauen, sie zu erkennen und zu transzendieren. Als Therapeuten, Coaches und Menschen in begleitenden Berufen ist genau das unsere Aufgabe: den Menschen ein Gefühl von Halt, von Angenommensein, von Mitgefühl zu geben, während sie ihre inneren Welten explorieren und sich auf eine Reise hin zu mehr Selbsterkenntnis, Freiheit, mehr Lebendigkeit und wahrer Erfüllung begeben.

In  dem Vortrag möchte ich einen kleinen Einblick in die Tiefe, in die nahezu unerschöpfliche Weisheit dieses Meisterwerks und in ihr Potential in der Therapie ermöglichen.

Neumeyer, Annalisa (D)

Workshop: Ach könnte ich doch zaubern - ein kleines bisschen nur
Therapeutisches Zaubern® in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien (180 min)

Wer zaubert oder sich verzaubern lässt, taucht ein in eine andere Welt, durch Zaubern wird scheinbar Unmögliches möglich. Therapeutisch eingesetzt, ist Zaubern deshalb ein faszinierendes Medium, um mit Kindern, Jugendlichen  und Familien in Kontakt zu kommen und auf wundervoll leichte Weise Lösungsprozesse in Gang zu setzen.
Im Workshop erhalten Sie praxisnah und lösungsorientiert konkrete Handlungsanleitungen für therapeutische Zauberkunststücke, heilende Metaphern und Zaubergeschichten.
Konkrete Inhalte sind:

  • Möglichkeiten und Bedeutung des Zauberns in verschiedenen therapeutischen, beraterischen und pädagogischen Arbeitsfeldern
  • Erlernen einfacher, doch wirkungsvoller Zauberkunststücke für Ihre Praxis
  • Erlernen der Präsentation und Aufbau einer magischen Atmosphäre 

 

Niedermann, Martin (CH)

Workshop: Erleben was ich erzähle - wie Geschichten sich entfalten. Oder: Ich sehe was, was du nicht siehst. Und so beginne ich zu erzählen... (90 min)

Märchen, Sagen und Geschichten können Wunder bewirken, wenn sie gehört werden. Wie finde ich einen echten Zugang zur Erzählung,  damit ich authentisch erzählen kann?

Der Erzähler ist ein Vermittler. Mit seinen Geschichten lädt der Erzähler ein, über seine Begeisterung für das Fantastische, Unheimliche und Märchenhafte ein Bild zu machen. Seine Betroffenheit, Freude, sein Staunen will er mit anderen teilen. Ein guter Geschichtenerzähler will ein Dialog mit dem Zuhörer. Der Zuhörer begegnet  der Geschichte und dem Erzähler als unverwechselbare Person, sie sind Partner.  Gemeinsam bauen sie an der unsichtbaren, fiktiven Welt der Geschichten.

Wir üben gemeinsam in vier Schritten das Märchen zu erleben, damit wir es sich entfalten kann. 

Ziele des Workshops sind:

  • Ein Märchen erleben, erarbeiten und verstehen.
  • Die vier Schritte kennen und anwenden 
  • Die Wirkung der eigenen Innenwelt auf andere erleben

Abendprogramm: Von der Liebe und anderen Märchen.  Balladen, Lieder und Geschichten fürs Leben gern.

 

Richard, Cathérine (L)

Filmausschnitt & Vortrag: Lebenserfahrungen als Geschichten: Zwischen Erzählen, Tanz, Musik und Film (90 min, zusammen mit Luisa Bevilacqua)

Anhand eines Filmausschnitts stellen Luisa und Cathérine das Projekt "MOI E(S)T L'AUTRE" oder "Ich bin der andere - ich und der andere"  vor. Sie zeigen dann, wie in einem kreativen Prozess aus einer Lebensbeschreibung ein Märchen herausgearbeitet wurde. Das heißt, Erlebnisse eines wirklichen Lebens werden in eine symbolische Sprache umgeschrieben. Als Beispiel dafür dient das Märchen Khalil und der Fischer.

Cathérine Richard arbeitet als Dokumentarregisseurin, Luisa Bevilacqua als Geschichtenerzählerin und Schauspielerin. Miteinander und mit euch sprechen sie über Märchen und Lebensgeschichten. Wo ist ihr Ort zwischen Kunst, Therapie und dem alltäglichen Miteinander? Was sind ihre Gemeinsamkeiten, ihre Unterschiede, ihre Potentiale?

 

Schneider, Peter (D)

Vortrag: Forschungsgeschichten vom Gehirn und vom Hören (45 min)

Der Vortrag spannt einen Bogen zwischen außergewöhnlichen Hörfähigkeiten (absolutes Gehör, Obertonwahrnehmung, Synästhesie) und entwicklungs-, lern- und stressbedingten Hörschwierigkeiten (Beeinträchtigung des phonologischen Bewusstseins, Geräuschempfindungen, Tinnitus). Dabei veranschaulicht Peter Schneider die Zusammenänge bei der Verarbeitung dessen, was wir hören, im Gehirn.

In aktuellen Verlaufsstudien mit musizierenden Kindern und Jugendlichen, Musikstudenten und Profimusikern zeigte sich sowohl auf der Ebene des Gehirns als auch des Verhaltens eine deutlich schnellere Entwicklung und bessere Lernfähigkeit als im Vergleich zu Nichtmusikern. Kinder, die ein Instrument lernen, können besser zuhören, sind aufmerksamer und haben weniger Probleme, ihre Hyperaktivität und Impulsivität zu kontrollieren. Darüber schneiden sie in Lese- und Rechtschreibetests besser ab. Außerdem zeigt sich, dass die Motivation, ein Musikinstrument zu lernen oder zu singen nicht nur von der Unterstützung des sozialen Umfelds, sondern auch von der Veranlagung im Gehirn abhängt. Wer für eine bestimmte Fähigkeit günstige Voraussetzungen mitbringt, wird leichter und mit mehr Begeisterung lernen. Die aktuellen vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter gemessenen Quer- und Längsschnittstudien geben darüber Auskunft, wie veranlagte, reifebedingte und neuroplastische Eigenschaften des Gehirns das musikalische Lernen, musikalische Fähigkeiten (absolutes oder relatives Gehör) und Hörschwierigkeiten (Tinnitus, Geräuschempfindlichkeit) beeinflussen. Die Identifizierung des eigenen Hörertyps liefert Schlüsselinformationen, die dazu beitragen können, den musikalischen Reifungsprozess mit geeigneten pädagogischen Maßnahmen zu begleiten und die Wahl geeigneter Musikinstrumente zu berücksichtigen. Für entwicklungs- oder lernauffällige Kinder mit ADHS, ADS oder Leserechtschreibschwäche können aus diesen Erkenntnissen adäquate Lernstrategien und neurologisch basierte Diagnosemöglichkeiten abgeleitet werden.

 

Spitzbarth, Alexandra (D)

Workshop: Keltischer Schamanismus – Heilung durch Passage der Grenzen zwischen den Welten (90 min)

Die alten traditionellen keltischen Vorstellungen unserer Welt und der Anderswelt beeinflussen auch heute noch das Denken und Fühlen vieler Menschen. Als Wanderer auf den alten Wegen kann man durch Mitbringen und Anwenden alten Wissens auch heute noch heilsame Impulse setzen. Der Workshop soll eine Einladung sein, vergessene Wurzeln wieder zu entdecken. Tauchen Sie ein in eine Welt voller Magie und Weisheit. Lernen sie mehr über die Arbeit mit heiligen Räumen, heiligen Kreisen, dem Stein–Lesen und anderen Methoden, mit denen Sie für sich und ihre Klienten neue Lebensimpulse setzen können. Erfahren Sie mehr über die Macht der “alten Seelenverträge“ und wie man sie lösen kann. Finden Sie heraus, ob es noch alte “Beziehungsfesseln“ gibt, die gelöst werden sollten. Die Verbindung des Erickson'schen Konzepts mit der traditionellen keltischen Heilvorstellung lässt einen ganz neue Möglichkeiten der Therapie und Heilimpulse finden. Mitbringen: Offenheit und Neugier, Rassel, Trommel, etc.

 

Sugarman, Laurence (USA)

Workshop: Innere Reflexionen - Wie uns Geschichten bewusst werden (180 min)

Englisch mit Übersetzung

Jean Cocteau schrieb einmal: "Spiegel sollten ein bisschen reflektieren, bevor sie Bilder zururückwerfen." Diese Metapher geht ans Herz des Therapeutischen Erzählens. Wenn wir uns selbst als reflektierende Oberflächen sehen für diejenigen, für die wir uns einsetzen, wie entscheiden wir, welchen Teil ihres Lichtes wir auffangen wollen. Wie sollten wir die Strahlen brechen? Wie verläuft der Prozess unseren inneren Reflektion, der die Geschichten hervorbringt, die wir mit anderen teilen? Wie verhalten sich die Geschichten der Menschen, um deren Wohl wir uns bemühen, zu unseren eigenen?

In diesem Workshop teilen wir unsere Erfahrungen mit dem Geschichten-finden mit anderen und für andere Menschen. Wir werden die verbalen und nonverbalen Elemente in den Geschichten, die Menschen uns bringen, unterscheiden: Die eingebetteten Metaphern, Bilder, Gesten und Gesichtsausdrücke. Darin offenbaren sich ihre Wunden ebenso wie ihre Stärken und ihr Talent, Veränderung hervorzubringen. Wir werden erkunden, wie diese Elemente mit uns nachhallen und wie sie die Geschichten und den Humor in uns erwecken, der diese Veränderung vorantreiben. Da meine klinische Erfahrung zu einem großen Teil aus der Arbeit mit jungen Menschen mit Themen ungewöhnlicher Entwicklung und chronischer Belastungen resultiert, werden wir ihre Geschichten und das, was wir daraus lernen können, miteinbeziehen. Der Workshop macht bewusst, wie unsere intuitiven Reflektionen Geschichten hervorbringen, die hilfreiche Veränderungen erreichen können bei den Menschen, für die wir uns einsetzen.

 

Workshop: "So mache ich es, wenn das so mache" (90 min)

Englisch mit Übersetzung

Eure Festivaldirektoren haben mich gebeten, ich soll etwas "sehr Praktisches anbieten, und die Leute miterleben zu lassen, mit welchen Methoden, Geschichten, Spielen, Interaktionen du mit deinen jungen Leuten arbeitest". Dabei fiel mir das Buch von Linda Collier Ligon ein: "So gehe ich, wenn ich so gehe - weben und spinnen als Metapher". Wie können wir im Fluss der Begegnung Veränderung miterschaffen? Wir rollenspielen, demonstrieren und spielen damit, wie wir auf winzige Zeichen der Kommunikation achten und auf die Anzeichen von Trance (psychobiologischer Plastizität), womit die Person, um die du dich kümmerst, sich in der Begegnung offenbart. Wie reagieren wir auf Weisen, die etwas Folgendes erwecken könnten: Entschlossenheit und Effizienz, Einverständnis mit Veränderung und Ungewissheit, und, am Allerwichtigsten, Hoffnung und Motivation? In diesem Workshop erkunden wir Gelegenheiten um therapeutische Veränderung anzustoßen, indem wir die Art der Trance in der Begegnung anpassen. Wir analysieren, was wir tun, wovon wir noch gar nicht bemerkt hatten, dass wir es tun, wenn wir "das so machen".

 

Wessel, Sonja (D)

Vortrag und Workshop (usqammen 180 min): Digital Storytelling - Multimediales Erzählen persönlicher Geschichten, die das Herz berühren

Digitale Geschichten sind ganz kurze Filme, die vom Erzähler mit der eigenen Stimme und Bildern gewebt werden. Sie erzählen von eigenen Erfahrungen,  Herausforderungen, Fragen, Erinnerungen oder lebensverändernden Augenblicken.

Wodurch entwickelt so eine multimedial gestaltete Geschichte ihre besondere therapeutische Kraft?

Im geschützten Raum der kleinen Gruppe steht nicht die Computertechnik, sondern die Begegnung, das Erzählen, das Zuhören, die gegenseitige Unterstützung und das Lachen im Mittelpunkt. Durch das kreative Bearbeiten - schreiben, die Essenz herausarbeiten, sprechen, hören, bildlich übersetzen und filmisch umsetzen - verankert sich die eigene Geschichte im Unterbewussten. Und das Ergebnis dieser Arbeit, der fertige Film, kann immer wieder selbst angesehen und mit Anderen geteilt werden.

Im Vortrag wird der Prozess des Digital Storytelling mit Beispielgeschichten und Fotos praxisnah vorgestellt.

Im Workshop zeige ich Ihnen interaktiv und multimedial, wie eine digitale Geschichte in einem normalerweise 4-tägigen Workshop entsteht - vom Finden der Geschichte bis zur fertigen DVD. Einen Teil des kreativen Prozesses können Sie dabei selbst mitgestalten.

 

Wilk, Daniel (D)

Workshop: Trance-Geschichten hören - Die Türen zum inneren Reichtum öffnen (90 min)

Mit den im Workshop vorgestellten und angewandten Geschichten werden Trancen unterschiedlicher Tiefe induziert. In der tiefen Entspannung werden auf diesem Weg Ressourcen angeregt, um in eine gute und kreative Beziehung mit sich und der Welt zu kommen. Heilung geschehen zu lassen und Ziele leichter zu erreichen. Der Zuhörer lernt auf bewusste wie auch auf unbewusste Weise den Aufbau und die Wirkungen der Trance induzierenden Texte kennen. Der Workshop ist überwiegend selbsterfahrungsorientiert.